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Lexikon Kabelkonfektion: 8 Begriffe von Crimpverbindung bis Durchgangsprüfung, kurz erklärt

Acht Fachbegriffe der Kabelkonfektion, kurz und praxisnah erklärt: von der Crimpverbindung über Abisolierlänge und Aderendhülse bis zu Nagelbrett, Crimphöhe, Abzugskraft, Schneidklemmtechnik und Durchgangsprüfung – jeweils mit einer Definition in einem Satz, typischen Fehlerbildern und den Richtwerten 2026 aus unseren Arbeitsplätzen in Turov und Moravská Třebová. Die Grundbegriffe erklärt APOOL WERKE auf apool.de: Kabelkonfektion und Kabelbaum.

Crimpverbindung – Crimpen
Eine Crimpverbindung ist eine unlösbare, kalt hergestellte Verbindung zwischen Leiter und Kontakt, bei der ein auf Kontakt und Querschnitt abgestimmtes Werkzeug die Crimphülse so um die abisolierte Litze presst, dass Kupfer und Kontaktmaterial ohne Hohlräume aneinanderliegen.
Aderendhülse
Eine Aderendhülse ist ein dünnwandiges Röhrchen aus verzinntem Kupfer, meist mit angespritztem Kunststoffkragen, das auf das abisolierte Ende einer feindrähtigen Litze gepresst wird, damit die Einzeldrähte in einer Schraub- oder Federklemme als kompakter Leiter zusammenbleiben.
Abisolierlänge
Die Abisolierlänge ist das in der Zeichnung festgelegte Maß, um das die Isolation am Leitungsende entfernt wird, gemessen vom Ende des Leiters bis zur Schnittkante der Isolation.
Nagelbrett – Legebrett
Ein Nagelbrett, auch Legebrett genannt, ist eine Arbeitsplatte mit dem aufgebrachten Legeplan eines Leitungssatzes im Maßstab 1:1, auf der Stifte, Gabeln und Steckerhalter die Lage jeder Leitung, jeder Verzweigung und jedes Steckers festlegen, damit alle Sätze eines Loses dieselbe Form und dieselben Maße bekommen.
Crimphöhe
Die Crimphöhe ist das Maß des verpressten Leitercrimps von der Crimpbasis bis zum Rücken des Profils, gemessen mit einer Messschraube mit schmaler Messspitze, und damit die wichtigste Kennzahl dafür, ob Litze und Kontakt richtig verdichtet sind.
Abzugskraft – Zugtest
Die Abzugskraft ist die Zugkraft in Newton, bei der sich ein gecrimpter Leiter aus seinem Kontakt löst oder vor dem Crimp reißt, ermittelt im zerstörenden Zugtest an einem Zugprüfgerät und verglichen mit dem Mindestwert für Kontakt und Querschnitt.
Schneidklemmtechnik – IDC
Die Schneidklemmtechnik, englisch Insulation Displacement Connection (IDC), ist ein Verbindungsverfahren, bei dem gabelförmige Schneidkontakte eines Steckers beim Aufpressen die Isolation der Ader durchtrennen und den Leiter zwischen ihren Klemmflanken festhalten, ohne dass vorher abisoliert wird.
Durchgangsprüfung – Belegungsprüfung
Die Durchgangsprüfung stellt fest, ob jede Leitung eines Kabelsatzes von Ende zu Ende elektrisch verbunden ist, und die Belegungsprüfung ergänzt sie um die Frage, ob jede Ader in der richtigen Kammer des richtigen Steckers sitzt und keine ungewollte Verbindung zu einer anderen Ader besteht.

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